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VPG - Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde - früher
Schutzhunde (SchH).
Der Schutzhundesport ist in der breiten
Öffentlichkeit sehr umstritten. Gegner behaupten, hier werden Hunde auf Menschen
gehetzt. Befürworter argumentieren, dass bei 90% der registrierten Beißunfälle
KEINE Schutzhunde beteiligt sind, weil diese ihre natürlichen Triebe beim Sport
ausleben können. Diese natürliche Veranlagung des Hundes werden in der Fährte
(Wolf verfolgt die Spur eines Tieres bis er Beute machen kann), Unterordnung
(ohne Rangordnung ist ein Wolfsrudel nicht fähig zu existieren) und Schutzdienst
(Wolf verteidigt sich und das Rudel) gefördert.
Die VPG-Prüfung ist in drei Sparten gegliedert:
A-Fährtenarbeit
B-Unterordnung
C-Schutzdienst
Fährte
Der Hund lernt eine Spur sicher zu verfolgen. Die Fährte
kann auf Acker oder Wiese gelegt sein. Je nach Prüfungsstufe beginnt der
Hund mit der Suche nach 20 Min. bei VPG 1 und nach 180 Min bei den
Fährtenhundprüfungen (FH I und II). Hierbei muss er auf der Fährte liegende
Gegenstände (in der Größe eines Geldbeutels) anzeigen (verweisen) indem er
sich setzt oder hinlegt. Der Verlauf der Fährte ist an das Gelände anzupassen
und beinhaltet stumpfe, spitze oder 90° Winkel oder auch Kurven. Bei den FH
Prüfungen wird noch eine Verleitfährte gelegt. D.h. die Fährte wird zeitlich
versetzt gekreuzt. Der Hund erkennt am Geruch die Originalfährte und wird
dieser folgen. Die Fährten sind zwischen 350 Schritten (VPG 1) und 2000
Schritten (FH II) lang.
Unterordnung
Bei der Unterordnung muss der Hund auf Kommando Sitz, Platz
oder Steh machen. Ein Bringholz auf ebener Erde, über eine 1m Hürde oder über
die 1,8m Kletterwand apportieren (ja nach Prüfungsstufe). Er muss liegen
bleiben während sich der Hundeführer entfernt und ein anderer Hund die
Unterordnung läuft. Auf Kommando muss er voraus rennen und auf ein weiteres
sich dann schnell Platz legen.
(Dies alles ist
sehr von Vorteil wenn man den Hund ohne Leine spazieren läuft. Kommt ein
Jogger oder ein Auto, legt man seinen Hund Platz. Auch auf größere Distanz
gehorcht der Hund, wenn er es entsprechend gelernt hat. Der Jogger ist Dankbar
und der Hund rennt auch nicht vors Auto).
Schutzdienst
Der Schutzdienst ist die Königsklasse im Hundesport. Hier
muss der Hund sein Können und seine Nervenstärke unter Beweis stellen. Ein
Scheintäter muss aufgespürt, gestellt und verbellt werden. Bis jetzt darf der
Hund noch nicht beißen. Unternimmt der Scheintäter einen Überfall auf
Hundeführer oder Hund, ist dieser sicher und energisch durch den Hund
abzuwehren. Stellt der Scheintäter die Kamphandlungen ein, muss der Hund
ablassen und wieder in die Bewachung des Täters übergehen. Dies alles
erfordert großen Gehorsam von dem Hund. Mit wilder Beißerei hat das nichts zu
tun. Der Hund hat einen guten, vollen und festen Griff zu setzen.
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